Arbeitslosigkeit

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Inhaltsverzeichnis

Arbeitskosten

Im Vergleich der Arbeitskosten findet sich Deutschland international im teuersten Drittel. Es lohnt sich deshalb oft nicht, neue Mitarbeiter für kaum produktive Tätigkeiten (z.B. Sortier- und Ordnungsarbeiten) einzustellen. Viele dieser Arbeiten werden derzeit schwarz erledigt.

Die Lohnkosten setzen sich dabei aus zwei Komponenten zusammen. Dem Arbeitnehmerlohn und den Lohnnebenkosten. Die Lohnnebenkosten kann allein die Regierung verändern.

Die Lohnnebenkosten sind allerdings auch keine Kosten, die sich im nichts verlaufen, wie diese Grafik zeigt [1] (http://flo.reality-board.de/politik_gewerksch/lohnnebenkosten_ablauf.jpg)

Flexibilität im Arbeitsmarkt

Tarifverträge

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Der Tarifvertrag ist ein Kontrakt, der zwischen den Tarifvertragsparteien (Gewerkschaftsvertreter & Arbeitgeberverbände) abgeschlossen wird. Es gibt viele verschiedene Arten von Tarifverträgen. Da wären die 'normalen' Tarifverträge, Haustarifverträge, Flächentarifverträge etc. Ein Tarifvertrag steht nach dem Günstigkeitsprinzip über dem Gesetz. Das Gesetz gibt das Minimum an der Tarifvertrag regelt es weitergehend für die Mitarbeiter des Konzerns/Betriebs/Firma.

Die Tarifverträge sind momentan noch der einzige Schutz den Arbeitnehmer in Deutschland haben. Durch zahlreiche Austritte aus Gewerkschaften fehlt Ihnen hier aber immer mehr das Druckmittel, sodass in Deutschland, trotz fallendem Geldwertes, die Löhne stagnieren und sinken. Immer öfter muss man auf Weihnachts- und Urlaubsgeld verzichten.

Auch den Unternehmen bringen Tarifverträge etwas. Hier mal ein Beispiel: Wenn bei der Deutschen Telekom AG die Mitarbeiter 2200€ im Monat verdienen und bei AOL nur 1200€, dann kann AOL seine Ware/Produkte/Tarife viel billiger anbieten. Von daher sind Flächen- oder Branchentarifverträge auch für Firmen gut. Und ein Arbeiter, der gutes Gehalt und Kündigungsschutz hat, der konsumiert auch mehr, somit steigt die Binnennachfrage und den Deutschen Firmen geht/würde es besser gehn...

Tarifverträge bieten nicht nur Schutz. Durch die allgemeingültige Regelungen gilt in unterschiedlichsten Betrieben dieselbe Vergütung. Ein Widerspruch zur Komplexität von Wirtschaft und Gesellschaft.

Kündigungsschutz

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Das aktuelle Niveau des Kündigungsschutzes bringt auch Nachteile. Ungenaue Abfindungsregelungen und die Kriterien der Sozialauswahl verlangen zum Teil betriebswirtschaftlich unsinnige Kündigungen. Besonders betrofen werden davon ältere Arbeitnehmer und Geringqualifizierte.

In gleich em Zuge bringt er sowohl dem Arbeitnehmer als auch dem Arbeitgeber viele Vorteile. Denn jemand der um seinen Arbeitsplatz bangen muss, der kauft sich kein Haus, Auto oder investiert groß. Hat er jedoch einen sicheren Arbeitsplatz, dann konsumiert er auch -> Mehr Binnennachfrage -> Mehr Absatz für die Firmen -> Mehr Steuereinnahmen -> Mehr Kapital. Daraus entstünden Arbeitsplätze, das Finanzloch im Bundeshaushalt könnte man mit der Zeit schließen und anfangen die Billionenschulden zu tilgen.

Der Kündigungsschutz ist in Deutschland weiterhin nötig um dem Arbeitnehmer seine Rechte zu lassen und vor Allem um die Wirtschaft wieder anzukurbeln.

Auf der anderen Seite stellt der Kündigungsschutz eine Behinderung der natürlichen Anpassung der Unternehmen an strukturelle Veränderungen der Wirtschaftslage dar (bspw. Konkunkturschwankungen). Dadurch verschlechtert sich für die Unternehmne die Möglichkeit aus eigener Kraft wieder wettbewerbsfährig zu werden. Es entsteht Subventionsbedarf und damit eine stärkere Belastung der Allgemeinheit.

Zudem stellt der Kündigungsschutz eine Marktzutrittsbarriere für Arbeitslose dar, da sich der Unternehmer bei jeder Neueinstellung zweimal überlegen wird, ob er tatsächlich jemanden langfristig an sich binden möchte.

Bürokratie

Der bundesdeutsche Gesetzeskatalog erzeugt einen überproportional hohen Verwaltungsaufwand. Dies macht sich vor allem bei kleinen und mittleren Betrieben bemerkbar.

Bildung

Die Arbeitslosigkeit ist bei den Bevölkerungsschichten mit geringer Bildung am größten (pdf-Datei der Bundeszentrale für politische Bildung (http://www.bpb.de/files/BHG4K0.pdf)). Wegen der hohen Arbeitskosten sind gering qualifizierte Arbeitslose nur schwer zu vermitteln.

In Zukunftsbranchen fehlen heute schon gut ausgebildete Ingenieure. Diese wären nicht nur für die Wettbewerbgsfähigkeit Deutschlands wichtig. Ausserdem hängen am jeden Spitzenjob oft auch kleinere Stellen oder ganze Bereiche.

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